Wie ihr die iPhone-Notes mit Gmail optimal nutzen könnt

Was wäre der Mensch ohne Notizen? Ob Familie oder Business - es gibt immer etwas, was ihr euch besser aufschreibt (und später lest!), damit es nicht sofort wieder aus dem Kopf verschwindet - auch und gerade nachts. Wer meine diversen Internetpräsenzen schon eine Weile verfolgt, weiß, dass ich eigentlich auf Evernote schwöre. Aber kürzlich entdeckte ich die magische Verbindung zwischen der Notizfunktion im iPhone und Gmail. Total simpel, aber möglicherweise seid ihr darüber ja auch noch nicht gestolpert.

iPhone-Notizen werden automatisch an Gmail gesendet und sind unter label:notes zu finden.

Zugegeben, ich habe noch ein iPhone 4. Es sind fast 3.000 Fotos drauf und entsprechend lahm ist es auch. Dafür bin ich aber auch die einzige in der Familie, die von sich behaupten kann, dass ihr Smartphone seit 2011 ohne nennenswerte Probleme läuft. Es ist eben nur unterirdisch langsam (und die Kamera könnte besser sein, aber das steht auf einem anderen Blatt). Eine familieninterne Umfrage zeigte jedoch, dass das, was ich euch erzählen möchte, auch mit dem iPhone 4s und iPhone 5 funktioniert.

Ein großer Teil von euch wird vermutlich gähnen, bei dem, was ich jetzt erzähle, und ihr dürft dann auch getrost weitersurfen. Aber mitunter sind es die einfachsten Dinge, die noch nicht zu jeden durchgedrungen sind. Ich bin schließlich auch immer wieder erstaunt, wie vielen Mitmenschen es absolut neu ist, dass man einen markierten Text mit Strg+c kopieren, mit Strg+x ausschneiden und mit Strg+v woanders wieder einfügen kann. Bitte, gerne ;-)

ZUFALLSFUND

Wer mich schon ein bisschen kennt, der weiß, dass ich ein absoluter Fan von Evernote bin. Ich organisiere damit praktisch mein ganzes Leben und wehe, ich vergesse mal etwas dort zu notieren! Dann könnt ihr sicher sein, dass ich mir Monate oder Jahre später mächtig die Haare raufe, weil ich es nirgendwo suchen (und dann auch finden) kann. Da mein iPhone 4 jedoch, wie oben erwähnt, echt schweinelangsam ist und Ideen flüchtig sind, notiere ich Geistesblitze (vor allem, wenn sie mich nachts ereilen) einfach in der iPhone-internen Notizfunktion. So können sie erstmal nicht weg und das ist schließlich die Hauptsache.

Wenn ich davon etwas brauchte, habe ich einfach die Stichworte aufgegriffen und mitunter auch einfach etwas abgetippt, weil die Notizen selten lang waren.

Eines Tages suchte ich nach einem bestimmten Wort in meinen Mails, was bei Gmail sehr bequem geht. In den Suchergebnissen fand ich eine Mail mit einer Notiz, die ich definitiv auf dem iPhone erstellt und mir nicht gemailt hatte (ich maile mir nämlich auch häufiger mal Dinge, die ich (be)merkenswert finde).

Ich sah mir die Mail näher an, und entdeckte, dass sie offenbar voreingestellt mit dem Label "Notes" versehen und vom iPhone importiert war. Ich habe die englische Gmail-Version - vermutlich heißt es bei euch einfach "Notizen".

IMMER AKTUELL

Zum Beispiel habe ich die Angewohnheit, mir meine Bowling-Ergebnisse in den iPhone-Notes aufzuschreiben. Ohne WLAN lädt Evernote nämlich NOCH länger, also habe ich in den normalen Notizen einen Eintrag "BOWLING" angelegt und seit 2013 notiert, wo ich bowlen war, und was ich in den einzelnen Spielen so umgehauen habe (viel ist es nie, so viel kann ich verraten). Die Notiz bleibt in den Mails auch immer aktuell. Ich hatte zunächst vermutet, dass mit jeder Notizänderung eine neue Mail verschickt wird, aber zum Glück ist dem nicht so.

PROJEKTNOTIZEN

Aktuell arbeite ich an einem Sachbuch, für das mir wirklich ständig neue Ideen kommen. Beim Lesen, beim Fernsehen, mit schlafendem Baby auf dem Arm oder nachts, wenn ich eigentlich selber schlafen sollte. Das iPhone ist immer in meiner Nähe und Ich tippe in jeder Lebenslage möglichst effektive Stichworte in die Notiz mit dem Buch-Arbeitstitel. Am nächsten Morgen - oder wann immer ich wieder in der Lage bin, mich an den Rechner zu setzen - muss ich mich dann nicht fragen, womit ich eigentlich weitermachen soll. Ich öffne mein Mailprogramm, gebe entweder den Notiztitel ein (das sind immer die ersten Worte der Notiz) oder tippe label:notes (bei euch vermutlich: label:notizen) in das Suchfeld ein und erhalte die vollständige Liste aller Notizen, die sich auf meinem iPhone befinden.

Dann kopiere ich die (nächtlichen) Notizen einfach in das Dokument mit dem Namen "Rohmanuskript", in dem ich alles sammle, über das ich zu schreiben gedenke. Gegebenenfalls sortiere ich die Stichworte schon in meine grobe Gliederung ein und entscheide dann, an welchem Stichwort ich weiterarbeite, also ausformuliere.

Wie gesagt - das alles könnte ich ebensogut in Evernote erledigen, aber in meinem Fall hat sich das Notes-System als durchaus praktisch erwiesen.

Und daran wollte ich euch einfach mal teilhaben lassen.

Wie arbeitet ihr mit Notizen? Nutzt ihr überhaupt digitale Notizfunktionen oder habt ihr immer die gute, alte Kladde dabei? Heft und Stift nutze ich auch, aber im Dunkeln oder mit Baby im Arm ist das iPhone unbestritten praktischer.

Ich freue mich über eure Antworten im Kommentarbereich!

# Link | Petra A. Bauer | Dieser Artikel erschien am Dienstag, 27. Oktober 2015 um 12:15 Uhr in KARRIERE, Zeitmanagement / Produktivität / Organisation | 3768 Aufrufe | 0 Kommentare | Kommentare per RSS-Feed abonnieren
Tags: Produktivitätssteigerung, Produktivität erhöhen, Notizfunktion, Notizen, Notes, Label, iPhone, Gmail


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