Platz da! Jetzt kommt Mama!

Diese Überschrift ist bewusst doppeldeutig. Zum einen ist es eines der ersten Postings auf mama-im-job.de, dem neuen Online-Magazin für (berufstätige) Mütter. Und wir gehen mit Power an den Start! Und zum anderen ist es tatsächlich räumlich gemeint: Viele Mütter haben einfach keinen Rückzugsort.

Click here for English version: A special room for mothers

Mal ehrlich: Wer von euch hat zu Hause einen Raum, der nur euch gehört? Sei es ein Home Office oder – für aushäusig arbeitende Mütter - ein anderes Zimmer, das ihr ganz nach eurem Geschmack gestalten könnt. Ein Raum, in den ihr euch zurückzieht und entspannt, nachdenkt, zu euch selbst findet und einfach eure Akkus wieder aufladen könnt (bildlich gesprochen).

 

Mamas, schafft euch einen Rückzugsort!

Viele Frauen sehnen sich (bewusst oder unbewusst) nach einem Rückzugsort, aber nur die wenigsten setzen diesen Wunsch tatsächlich um.

Eigenes Zimmer zuerst für Mann und Kinder. Warum?

Natürlich, häufig ist es ein Platzproblem. Da wird eher ganz selbstverständlich jedem Kind ein eigenes Zimmer spendiert, auch wenn die Kinder noch so klein sind, dass sie ohnehin lieber gemeinsam in einem Raum spielen und schlafen. Oft gibt es auch für den Mann noch einen Hobbykeller oder die Werkstatt in der Garage.

Wir hatten kürzlich Handwerker hier, und einer erzählte, seine Beziehung sei sehr entspannt, seit er erkannt habe, dass es wenig Sinn hat auf Teufel komm raus zu streiten und Recht haben zu wollen. „Ich ziehe mich dann einfach für einige Zeit in meine Werkstatt zurück, fummle da ein Weilchen herum, und wenn ich wiederkomme haben wir uns beide wieder beruhigt.“

Durchaus ein guter Ansatz, wie ich finde (auch wenn so mancher Streit natürlich tatsächlich ausgetragen und nicht nur ausgesessen werden sollte). Und der Rückzugsort täte gerade berufstätigen Müttern sehr gut. Bei Streit mit dem Mann oder dem Teenager einfach mal eine halbe Stunde Tür zumachen, lesen, laubsägen, häkeln, malen oder im Lieblingssessel Stöpsel in die Ohren und Lieblingsmusik auflegen – an der Tür das Schild: Mama chillt, bitte nicht stören! Das wäre doch was!

Zumindest eine eigene Ecke reservieren

Junge Mütter, die von ihren Krabbelkindern noch bis aufs Klo verfolgt werden, können über diese Idee vermutlich nur müde lächeln, aber zumindest eine Ecke solltet ihr für euch allein haben. Dann könnt ihr ein Buch lesen oder an einem Puzzle weiterpuzzeln (sehr entspannend!), wenn das Kind mal ein paar Minuten schläft, ohne dass ihr alles sofort wegräumen müsst, wenn das Kleine euch wieder braucht.

Das ist nämlich häufig der Grund, warum Mütter mit jüngeren Kindern keine längeren Arbeiten anfangen. Ihr kennt das alle: Sobald ihr etwas anfangt, wacht das Baby nach kürzester Zeit auf und ihr müsst alles wieder verstauen, damit nichts durcheinander kommt bzw. damit das Kind sich nicht verletzt. Beim nächsten Babyschlaf wartet ihr dann darauf, dass das Kleine bald wieder wach wird – und dann schläft es drei Stunden am Stück. Da hättet ihr jede Menge Zeit gehabt, um etwas für euch selbst zu tun ...

Tipp

Wenn es in der Wohnung oder im Haus aus Platzgründen nicht möglich ist, ein Zimmer oder zumindest ein halbes Zimmer für sich zu belegen, ihr aber gerne malen oder euer Notebook problemlos aus Griffnähe des Kindes bringen möchtet, und zwar so, dass ihr alles jederzeit ohne viel Aufwand wieder hervorholen könnt, bietet sich ein altmodisches Möbel an, das langsam wieder in Mode kommt: der Sekretär. Ein Sekretär ist ein halbhoher Schrank, ähnlich einer Kommode, mit Fächern, Laden und Lädchen. Die Schreibfläche kann hochgeklappt und versperrt werden.

Wenn ich übrigens Dinge rasch außer Reichweite von Kinderfingern bringen wollte, habe ich die Sachen rasch im Laufstall abgestellt. Die Sachen – nicht die Kinder! Die haben dieses Gefängnis nämlich gehasst ;-)

Wir sind neugierig: Mit welchen Mitteln habt ihr euch einen Rückzugsort geschaffen? Oder träumt ihr noch davon? Wie würde euer ideales Zimmer aussehen?

Foto: © emeraldphoto - fotolia.de

 

 

A special Room for mothers

Many mothers don't have a place to retreat. But it would be really neccessary for them to relax from daily routines, grouching children and workday life.

Be honest, do you have a room for yourself? A home office or a small snug place to sit down, read or do crafts without beeing disturbed all the time? A room, that you can decorate as you like, and where you have the chance to recuperate?

Many women are longing for such a retreat (some do that unconsciously), but only a few of them really put it in action.

Hubbys and children first?

I know that not having a room of your own is often for lack of space. But why do you rather give your very young children a room of their own, even if they prefer to play and sleep together in one room? And your husband surely has a studio in the garage or in the basement, am I right?

We needed a mechanic recently, and he told us, he had a very relaxed relationship to his wife, since he realized that it doesn't make sense to argue endlessly: "I rather go in my craft room, putter around a little bit, and when I come back, we both have eased up."

Interesting approach, although I think, some fights should rather be fought instead of sitting it out. And such a retreat would be perfect especially for working moms. After arguing with your teenager or your hubby simply closing the door for half an hour, reading, crocheting, woodworking, painting or listeing to music in your favourite armchair. Don't forget the sign on the door: "Mommy's relaxing - please don't disturb!"

Claim a small corner at least

Young moms who are persecuted by their toddlers even at the restroom may laugh about my idea, but you should at least claim a corner of your apartment for your own. If your baby takes a little nap, you can read there or work on a jigsaw puzzle (very recreational!) without having to clear everything away, if your child needs you again.

This is the main reason why mothers with small children don't start working on things while their kids are asleep. You gather all your utensils, and if you are going to start, your child is awake again and you've to stow all the material away again. Otherwise your child either gets hurt or will mix up all your stuff. If it is sleeping next time, you won't even start to continue your project. Guess who will be sleeping for three hours then? So you would have had lots of time to complete your project ...

Advice

If it isn't possible to get a room or a small corner of your own for lack of space, but you want to have a safe place for artits stuff or your laptop, consider purchasing an oldfashioned piece of furniture: a bureau. It's a mixture between a desk and and closet, and it's lockable.

If I had to put things out of reach, if my kids were toddlers, I put them in the playpen. The things, not the children! They really hated this jail ;-)

We are courious: By which means did you create your place to retreat? Or do you still dream of such a place? How would your ideal room look like? Feel free to tell us about it in the comment section - we'd appreciate it!

 

# Link | Petra A. Bauer | Dieser Artikel erschien am Dienstag, 28. Mai 2013 um 09:06 Uhr in LIFESTYLE, Wohnen & Einrichten | 10653 Aufrufe | 0 Kommentare | Kommentare per RSS-Feed abonnieren
Tags: Zimmer für Mütter, Zimmer, Wohnen, Rückzugsort, retreat, english, ein Raum für mich, ausruhen, Akkus aufladen


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