Warum Katrin Seifarth mehr als fünf Jahre brauchte, bis sie endlich ihre Karriere startete

Warum Katrin Seifarth mehr als fünf Jahre brauchte, bis sie endlich ihre Karriere startete, und weshalb das vielen von euch ebenso geht, soll heute Thema bei mama-im-job.de sein.

Was Katrin am eigenen Leib erfuhr, verwandelte sie in ein Coaching-Programm mit dem sie Frauen hilft, in 10 Schritten die inneren Hemmschuhe abzulegen um schließlich erhobenen Hauptes in ein erfolgreiches Business zu stöckeln. Das dazugehörige Buch Aus den Hemmschuhen in die Stöckelschuhe* gibt es dreimal bei uns zu gewinnnen.

Kathrin Seifarth über ihr Buch Aus den Hemmschuhen in die Stöckelschuhe. Das Selbst-Coaching-Buch für zufriedenere Mütter.

Foto: Kathrin Seifarth

OPFER DER UMSTÄNDE?

Als sie noch keine Kinder hatte, gab Katrin Seifarth als Marketingfrau bei einem großen Markenartikler Vollgas. Als sie mit ihrem ersten Kind in Elternzeit war, trieb ihr Mann seine Karriere voran, was mit mehreren Umzügen einher ging. Katrin war rundum happy mit dem Baby – bis sie nach drei Monaten ihren Beruf zu vermissen begann. Oder besser: einen Beruf zu vermissen begann. Denn sie hatte durchaus schon über eine Selbständigkeit als Trainerin nachgedacht. Und trotz allem gingen noch mehrere Jahre ins Land, bis sie den Plan in die Realität umsetzte. Die Gründe kennen wir alle:

  • Kann ich mein Kind ruhigen Gewissens zu Großeltern / Nanny / Tagesmutter geben, wenn es noch so klein ist?
  • Ein Geschwisterkind macht die Betreuungsfrage doppelt kompliziert (zumal in einer anderen Stadt, mit einer fremden Sprache).
  • Veränderungen werfen Kinder mitunter aus der Bahn (zumindest glauben wir Mütter das gerne).
  • Wir fühlen uns als Rabenmütter, wenn der Beruf uns ebenso wichtig ist, wie die Kinder.

Bei Katrin Seifarth kam noch hinzu, dass sie ihre Trainings hätte auf Französisch halten müssen, da sie sich damals in Paris aufhielt. Sie hätte das gekonnt, es sich aber nicht zugetraut. Ein weiterer Hemmschuh, der zudem von „Glaubenssätzen“ (mehr dazu im Buch) untermauert wurde, wie: „In dem Job hättest du als Frau ohnehin keine Chance!“ oder „So lange mein Mann sich nicht ändert, kann ich das vergessen.“

Sie hat es irgendwann jedoch geschafft, aus der Opferrolle herauszukommen, klare Forderungen zu stellen und durchzustarten. Heute gibt sie u.a. Gruppen-Coachings für Mütter, die mit ihrer Situation unzufrieden sind. Aus dem Zehn-Schritte-Plan, den sie dabei entwickelte, entstand ihr Ratgeber Aus den Hemmschuhen in die Stöckelschuhe*.

WÜRDIGEN, WAS KLAPPT

Oft ist es auch die innere Einstellung, die uns davon abhält, unser Ding durchzuziehen. Katrin denkt z.B., dass es ein typisch deutsches Problem zu sein scheint, den Fokus nie auf das zu richten, was funktioniert:

"Wir erinnern uns immer an den ersten Schritt, der daneben geht, und nicht an die sechs, die geklappt haben."

DER ANFANG

Ich habe Katrin gefragt, was sie Müttern raten würde, die sich gerne selbständig machen möchten, aber nicht wissen, wo sie anfangen sollen, und sie rät, mit Referenzen auf Kundenfang zu gehen.

Zu allererst müsst ihr herausfinden, was ihr eigentlich wollt. Das ist vielen Frauen nämlich überhaupt nicht klar. Und sobald ihr das wisst, wird es Zeit, zu überlegen, womit ihr eure zukünftigen Kunden beeindrucken könnt.

Wenn ihr euch in einem ähnlichen Berufsfeld selbständig macht, in dem ihr vorher angestellt gearbeitet habt, könnt ihr (z.B. auf eurer Webseite) Referenzen aus eurem Angestelltenverhältnis angeben. So könnt ihr euer Feld nach und nach erweitern, kommt aber nicht als unbeschriebenes Blatt daher

Wenn ihr noch gar nicht gearbeitet habt, oder noch nicht auf dem Gebiet, in dem ihr euch freiberuflich oder selbständig tummeln wollt, könnt ihr euch überlegen, welche ehrenamtlichen Tätigkeiten zur Referenz taugen.

Wie ihr euch das vorstellen sollt? Ich übersetze mal:

Ihr könntet z.B. die PR für den örtlichen Sportverein aus lauter Liebe zum Fußball für umme gemacht haben - aber dann solltet ihr diesen Aspekt bei eurem Webauftritt lieber dezent unter den Tisch fallen lassen.

Falls ihr in eurer Müttergruppe zur talentiertesten Kindergeburtstagsorgansatorin aufgestiegen seid, nach dem Motto: "Du machst das so toll, kannst du das nicht für Schantall-Jessicas Geburtstag auch übernehmen? Ich passe dafür auch an zwei Nachmittagen of deinen Kleinen auf.", dann habt ihr "weitreichende Erfahrung in der Organisation von Events", falls euch jemand danach fragt. You got it?

MEHR GELD IN KÜRZERER ZEIT VERDIENEN

Katrin schrieb in ihrem Buch, dass sie irgendwann den Job kündigte, um sich endgültig richtig als Trainerin selbständig zu machen. „Innerhalb von sechs Monaten verdiente ich mit der Selbständigkeit mehr, als vorher im Angestelltenverhältnis, und das mit der Hälfte des Zeitaufwandes.“

Ich wollte von ihr genauer wissen, was ihr tun müsst, um in weniger Zeit mehr Geld zu verdienen, und sie riet dazu, schlecht bezahlten Kleinkram abzulehnen, der letztlich vor allem die Zeit raubt, um sich um besser bezahlte Jobs zu kümmern. Stattt dessen solltet ihr große Firmen kontaktieren, die i.a. ohnehin besser zahlen.

Um das richtig in Angriff zu nehmen, solltet ihr allerdings vorher versuchen, aus alten, hemmenden Glaubenssätzen, neue, wegweisende machen. Alles, was mit "Ich darf nicht ..." oder "Ich muss ..." anfängt, solltet ihr aussortieren und stattdessen Visionen formulieren, Ziele definieren und euch so verhalten, als hättet ihr sie bereits erreicht.

Und da Frauen zu Understatement neigen, solltet ihr euch dringend überlegen: „Wie viel bin ich draußen wert?“ Ihr müsst dem Kunden bewusst machen, was er bekommt. Durch Referenzen gibt es der Sache noch Wert von außen.

GEWINNSPIEL

In diesem Beitrag können wir natürlich nur an der Oberfläche kratzen, aber Katrin Seifarth hat uns drei Exemplare ihres Buches zur Verfügung gestellt. Ihr könnt eines davon gewinnen, wenn ihr bis zum 15. August 2014 mit einer Mail an redaktion@mama-im-job.de unseren kostenlosen Newsletter bestellt und Antwort auf folgende Fragen gebt:

  1. Was ist euer Traumjob?
  2. Was hindert euch momentan daran, ihn zu verwirklichen?

Eure Antworten werden selbstverständlich vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben.

Vergesst bitte nicht, eure Anschrift mit anzugeben, damit wir euch im Gewinnfall das Buch unkompliziert zusenden können. Mails ohne Anschrift können deshalb nicht teilnehmen.

Jede darf nur einmal teilnehmen und natürlich ist der Rechtsweg wie immer ausgeschlossen.

*Affiliate-Link

# Link | Petra A. Bauer | Dieser Artikel erschien am Mittwoch, 16. Juli 2014 um 14:25 Uhr in KARRIERE, Business, Interviews, (Wieder)Einstieg | 4960 Aufrufe | 0 Kommentare | Kommentare per RSS-Feed abonnieren
Tags: Wiedereinstieg, Ratgeber, Katrin Seifarth, Karriere, Buchtipp, Buchrezension, Buchempfehlung, Aus den Hemmschuhen in die Stöckelschuhe


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