Wo wir gerade von Mindmaps sprachen ...

War es nicht Konrad Adenauer, der einst sagte: "Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern?"
Ganz in diesem Sinne ist der heutige Blogbeitrag. Kürzlich fragte ich euch "Nutzt ihr Mindmaps?" und habe selbst die Antwort gegeben, dass ich es oft versucht habe, aber ich nicht der Typ dafür bin.
Nunja - ich habe mir selbst das Gegenteil bewiesen:

Ich habe mir das mit den Mindmaps noch einmal überlegt ... Foto & Mindmaps: Petra A. Bauer 2019.

Wie das so ist bei mir: Wenn ich etwas Inspirierendes lese (oder gar selbst schreibe), lässt mich das Ganze eine Weile nicht mehr los. Und dann beginnt unweigerlich eine Selfie-Unterhaltung in meinem Kopf:

Vielleicht sollte ich dem Mindmapping doch noch eine Chance geben? Immerhin hat das ja was mit meiner Komfort- bzw. Bequemlichkeitszone zu tun. Ich hatte anfangs Probleme mich auf den Inhalt zu konzentrieren, weil ich mich zu sehr mit der FORM der Mindmaps beschäftigt habe. Hm. Dann muss ich eben mal auf die Form pfeifen! Nur ein Wort pro Zweig? Nö. Das lasse ich mir nicht vorschreiben. ICH muss das Tool sinnvoll nutzen können und nicht derjenige, der es erfunden hat und mit seinen Regeln vermutlich klar kommt.

Außerdem habe ich eine Podcast-Folge auf myMonk.de gehört, wo es um die Komfortzone geht und wie blöd es ist, wenn man sich da zu gemütlich einrichtet. Weil alles, was nicht wächst, nicht nur stagniert sondern stattdessen schrumpft. Ich fand mich da jedenfalls sehr wieder. Und ich beschloss, manchen Dingen einfach mal eine (zweite) Chance zu geben. Vielleicht ist es dann gar nicht so schlimm (wie ich es in Erinnerung hatte)?

Hm, wo ist denn die Seriennummer von iMindmap®? Vielleicht kann ich das Programm ja doch noch nutzen, auch wenn ich die Software bereits auf zwei gestorbenen Rechnern verwendet habe? Immerhin nutze ich meine Lizenz ja gerade GAR NICHT. Also mal auf den Mac laden. Seriennummer eingegeben - et voilá - überhaupt kein Problem.

JETZT HABE ICH ALSO WIEDER EIN MINDMAPPING-PROGRAMM AUF MEINEM RECHNER

Meine Beispielmindmap. Petra A. Bauer 2019.

Ich wollte mich von dem Programm gar nicht erst wieder einschüchtern lassen, sondern habe einfach angefangen. Das ist ja sowieso der bessere Ansatz: Einfach machen.

So habe ich mich also mit der Form gar nicht weiter beschäftigt. Ich habe erstmal die Kern-Idee irgendwie benannt, ohne ein spezielles Bild dazu herauszusuchen. Bei der ersten Mindmap war es Planung 2019. Dann habe ich ohne großartig nachzudenken Zweige generiert und da alles rangeschrieben, was ich 2019 so vorhabe. Unabhängig davon, ob privat oder beruflich, ob realisierbar oder nicht. Und Einfälle dazu kamen an Unter-Zweige. Zum Teil als Text-Box, weil da einfach mehr Text hineinpasst als dieses berühmte eine Wort.

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An einem Zweig stand meine Kurs-Idee und dieser habe ich dann eine extra Mindmap gegönnt. Und auch da habe ich mich ausgetobt. Dieser Inhalt passt besser in Modul 3 anstelle von 2? Kein Problem - einfach Zweig an andere Stelle schieben. Eine Aufgabe erledigt? Aus der Symboltabelle ein Häkchen drangemacht.

Ich arbeite bewusst nur mit den simpelsten Möglichkeiten des Programms, damit ich mich auf das Wesentliche konzentriere: auf den Inhalt. Die verschiedenen Zweig-Farben generiert das Programm glücklicherweise alleine. Nicht einmal darüber muss ich mir also Gedanken machen.

Ich hätte das alles wie immer in eine Evernote-Notiz packen können. Aber wenn ich mit unterschiedlichen Dingen hantiere, kommt es auch auf die Übersichtlichkeit an. Ich liebe Evernote, aber in einer komplexen Notiz muss ich zu viel herumscrollen. Oder wahlweise zig verschiedene Notizen anlegen, die ich in einer Masternotiz mit Notizlinks verbinde. Das tue ich auch gerne (z.B. um einen Überblick über meine Handarbeitsprojekte zu haben), aber ich habe erkannt, dass dieses Mindmap-Tool für mich dann doch sinnvoll ist, wenn es darum geht, einen Überblick über bestimmte Aufgaben zu bekommen.

Mindmaps also mal nicht ausschließlich zur Ideenfindung, sondern vor allem für bessere Übersichtlichkeit.

Offenbar scheint sich das Verlassen meiner Bequemlichkeitszone doch gelohnt zu haben. Es ist also sinnvoll, wenn ich mich gelegentlich selbst motiviere. Und wenn es mit einem Beitrag dazu ist, warum ich eigentlich etwas NICHT will :-D

Und wie es aussieht, konnte ich jemand anderen inzwischen auch dazu bringen, sich mal über Mindmapping Gedanken zu machen. Das freut mich natürlich sehr. Und, wie ist es mit euch?

Liebe Grüße

Petra A. Bauer

# Link | Petra A. Bauer | Dieser Artikel erschien am Dienstag, 22. Januar 2019 um 13:33 Uhr in KARRIERE, EVERNOTE, Zeitmanagement / Produktivität / Organisation, Kreativitätstechniken | 531 Aufrufe | 0 Kommentare | Kommentare per RSS-Feed abonnieren
Tags: Übersicht schaffen, Projekte strukturieren, mindmapping, MindMap, Kreativitätstechnik


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