Vorsätze für 2017

Hallo, ihr Lieben, ich wünsche euch allen ein frohes neues Jahr! Ja, ich weiß - heute ist Dreikönigstag (natürlich wieder kein Feiertag in Berlin) und das "neue" Jahr somit schon fast eine Woche alt. Aber Schnelligkeit war noch nie meine Stärke, das wisst ihr ja inzwischen ;-) Und ich bin ebenfalls keine Freundin von New Years Resolutions. Wie gesagt: eigentlich.

Happy 2017

Aber irgendwie hat sich ja doch der eine oder andere Vorsatz eingeschlichen, wenn auch nicht in der Silvesternacht. Die haben wir in Minirunde (der Liebste, Kind 4, das Babytörtchen und ich) mit Raclette, und Homeland*-Bingewatching verbracht. Die Kleine hat spät geschlafen und konnte so das Feuerwerk miterleben. Sie war hellauf begeistert, hat jede Rakete (und es waren VIELE hier in diesem Jahr) mit "Schön!" und "Toll!" begrüßt. Geweint hat sie erst, als wir wieder ins Haus wollten ... *g*

Einige Vorsätze hatte ich schon im letzten Jahr umgesetzt (die neuen kommen weiter unten):

Erstens: Die Adventszeit gechillt verbringen und richtig genießen. So haben wir unseren Baum bereits am 15. Dezember aufgestellt (sonst immer erst am 23. in totaler Hektik). In der ersten Adventswoche haben wir wie bescheuert Plätzchen gebacken, und die Weihnachtsdeko habe ich auch nicht wieder erst in letzter Minute aufgehängt. Und Dank Kind 4 waren (fast) alle Geschenke schon deutlich vor Heiligabend eingepackt.

Entspannte Adventszeit mit Plätzchenbacken

Zweitens: Wir haben ein zweites Badezimmer. Also eigentlich (da, schon wieder! *g*). Wir haben vor langer Zeit extra eine Gaube dafür bauen lassen, haben den Raum aber jahrelang nur als Abstellkammer benutzt ^^ Den Waschtisch hatten wir schon gebaut, Duschtasse war eingebaut, Waschbecken und Toilette standen zum Einbau bereit und tapeziert und gefliest war auch.Und trotzdem hat kein Mensch mehr damit gerechnet, dass aus dem Raum, jemals tatsächlich ein Bad wird. Ich ehrlich gesagt auch nicht, aber Anfang Dezember kam mir die Idee, dass das doch ein primafeines Weihnachtsgeschenk wäre und ich fasste den Vorsatz, den Raum bis Heiligabend leer zu haben und alles fertigzumachen. Ich habe also Bodenfliesen verfugt und unseren Installateur angerufen. Waschbecken ist jetzt benutzbar, aber vom Toilettenanschluss ist in Laufe der Zeit ein Teil verlorengegangen, was unser Installateur auch nicht auf Lager hatte. So konnte ich zwar an Heiligabend kein vollständig benutzbares Badezimmer präsentieren, aber der Anfang war gemacht und so sah der Waschbeckenbereich aus, als ich meinen Liebsten unter einem Vorwand nach oben lockte:

Waschtisch im neuen Bad an Heiligabend 2016

Waschtisch im neuen Bad

Jetzt können wir uns dort zumindest schon die Zähne putzen :-)

Die schwarze Platte um das Waschbaecken herum ist übrigens die gleiche Silestone-Sternenhimmel Arbeitsplatte, wie in der Küche. Glitzer, glitzer :-)

VORSÄTZE 2017

Aber ich wollte euch ja meine aktuellen Vorsätze mitteilen. Und da steht ganz oben auf der Liste:

  • MEHR BLOGGEN

Und zwar nicht nur im Kopf. Denn da habe ich im Prinzip täglich gebloggt. Recht lange Blogartikel waren das, und einige davon kommen auch noch, denn ich habe kaum über meine Strickprojekte 2016 geschrieben. Ich könnte sie natürlich in einem Blogposting zusammenfassen, aber das haben sie nicht verdient, denn jedes einzelne von ihnen hat so viel Arbeit gemacht, da soll auch jedes einzeln gewürdigt werden.

Aber auch die anderen Blogs habe ich nur im Geiste bestückt, wenn auch nicht so häufig wie dieses hier.

Echt, ich habe das Bloggen total vermisst, das merke ich besonders, während ich gerade schreibe. Dass ich trotzdem so selten gebloggt habe, lag an drei Dingen:

1. Ich habe lieber gestrickt anstatt gebloggt. Ich hatte bis Weihnachten ganz schönen Zeitdruck diverse Projekte fertigzustricken, da habe ich jede freie Minute dazu genutzt.

2. Mein Rechner. Es ist Glückssache, wenn er mich mal arbeiten lässt. Heute habe ich ihn hinter dem Sofa hervorgeholt (da musste er zur Strafe über Weihnachten hin) und er hat sich gnädig gezeigt. Das ist natürlich kein Zustand und hemmt ungemein. 

3. Das Babytörtchen. Ich habe genau zwei Buchstaben in die Titelzeile hier getippt, da wollte sie auf meinen Schoß und schmusen. Eigentlich will sie das immer, aber ganz besonders, wenn ich beschäftigt bin (oder zumindest so aussehe). Seufz. Sie ist jetzt 18 Monate alt und wir bringen ihr Warten bei, aber das ist ganz schön schwierig. Immerhin kann sie schon "wartebitte" sagen ;-)

Moblogging ginge zwar, aber mit den Fotos wird es dann nicht so schön. Stattdessen habe ich eher mal auf Instagram (@babytoertchenliebe) längere Texte geschrieben, obwohl ich ja eigentlich eine Verfechterin der These bin, dass eigene Inhalte aufs eigene Blog gehören. Dafür ist auf Insta eine wunderbare Community entstanden, ein ganz liebevoller Haufen meist strickverrückter Ladies, mit denen ein schöner Austausch stattfindet. Auch Wollpakete und Karten haben den Besitzer gewechselt: 

Päckchen und Karten aus der Insta-Strickcommunity

Trotzdem finde ich mein Blog wichtig. Ich blogge ja nicht umsonst seit fast 15 Jahren.

Ich wünsche mir, dass ich auf mama-im-job.de mindestens einen Blogbeitrag pro Woche schreibe. Lust hätte ich auf mehr.

Wie will ich das umsetzen? Ich lasse mich von meinem Smartphone an einen Termin erinnern, sagen wir doch einfach, jeden Freitag um 11.30 Uhr. Es gibt zwar keine Garantie dafür, dass das Babytörtchen mich dann auch lässt, aber so werde ich zumindest daran erinnert und kann versuchen, es in Angriff zu nehmen. 

Und ein Zusatzwunsch (kann ich nicht Vorsatz nennen): Ich möchte den Podcast weiterführen, bzw. auf meinem YouTubeChannel ein Strickvlog (was im englischsprachigen raum komischerweise auch Podcast genannt wird) etablieren. Die Schwierigkeit: Ab und an eine Stunde Ruhe für die Aufnahmen zu finden. Ich sage nur: Babytörtchen funkt überall dazwischen.

  • REDUCE TO THE MAXXX bzw. Ein Platz für jedes Ding, jedes Ding an seinen Platz

Ich weiß, das nehme ich mir eigentlich in jedem Jahr vor: Entrümpeln. Aber nachdem ich im Badezimmer schon einen so schönen Anfang gemacht habe, regt mich überflüssiges Zeug inzwischen auf. Und zwar so, dass ich jetzt immer Sachen wegschmeißen will, wo der Liebste sich sträubt. Das ist im übrigen der Herr, der immer sagt, ich hebe zu viel auf *ggg* (wo ist hier das tränenlachende Emoji?)

Vielleicht erinnert ihr euch, dass ich im letzten Jahr angefangen hatte, jeden Tag 10 Dinge auszumisten? Ich bin ja immer nicht so gut im Durchhalten von Vorsätzen, habe aber beschlossen, das wieder aufleben zu lassen. Vielleucht nicht mit täglichen Fotos, aber so, dass ich wenigstens für mich vorankomme. Denn so geht es echt nicht mehr. Die Strickpodcaster überlegen sich immer ein Wort des Jahres (also jeder für sich) und da kam eines vor, das ich auch für mich passen fand: BREATHE. Und wenn überall Zeug ist, kann ich nicht atmen. Und seit das Enkelmädchen sich fröhlich am Verbreiten von Chaos beteilgt, ist mein Wunsch nach einer Art Minimalismus sehr groß geworden. Was nicht da ist, kann auch nicht auf dem Boden verteilt werden.

Wobei ich Minimalismus für mich natürlich nicht so definieren möchte, wie es manche Minimalisten tun: Nur noch 100 Dinge besitzen. Das wäre unrealistischer Quatsch. Aber wirklich Überflüssiges muss dieses Haus auch mal verlassen dürfen, ohne diese Stimme, die sagt: Das hast du aber von dem und dem bekommen. Das brauche ich bestimmt, sobald ich es wegwerfe. Daraus kann ich doch noch das und das machen. 

Dass diese Stimme endlich mal die Klappe hält, daran arbeite ich. So lange, bis jedes Ding einen festen Platz gefunden hat, wo es auch bleiben darf.

Wie will ich das umsetzen? Ich habe meinen Wecker reaktiviert, der mich täglich um 15:00 Uhr daran erinnert, zehn Dinge wegzuwerfen. Und ich laufe mit Mülltüte in der Hosentasche herum. Mir fallen oft Dinge auf, die weg könnten, und wenn ich dann keine Tüte in der Nähe habe, denke ich, ach, das mache ich später. Was natürlich nie klappt.

  • PLANEN UND MICH DRAN HALTEN

Mein Bulletjournal 2017

Ich hatte im letzten Jahr ein Bulletjournal angefangen. Ich fand das super, aber der letzte Eintrag war vom 23. Mai 2016 *hust*

Das zeigt aber auch sehr schön, dass ich an mangeldem Durchhaltevermögen leide. Weil ich einfach zu viel gleichzeitig im Kopf habe. Und irgendwas fällt immer hinten runter.

Mein Vorsatz: Das Bulletjournal pflegen und sinnvoll nutzen. Vielleicht hilft es, mir wieder auf Insta oder Pinterest Fotos von anderen BuJos anschauen.

Desweiteren: Einen groben Redaktionsplan für 2017 erstellen. Natürlich habe ich auch so genügend Ideen für Blogpostings, aber so kann ich sie vielleicht mal passend zu bestimmten Ereignissen posten.

Einen Strickprojektplan erstellen. Ich habe beispielsweise den #calendarsoxkal2017 ins Leben gerufen, bei dem in jedem Monate ein Paar Socken zu einem bestimmten Motto gestrickt wird. Ich habe noch nicht alle Monate vorausgeplant und muss mich darum noch kümmern.

Wie will ich das umsetzen? Auch hier wird es wohl nicht ohne tägliche Erinnerung übers Handy gehen. Also: Wecker stellen. Die Pläne selber möchte ich bis nächsten Dienstag zumindest angefangen haben. Da findet mein wöchentliches Skypemeeting mit Ines von kandil.de statt und dann habe ich - nach der unproduktiven Adventszeit - endlich mal wieder etwas Positives mitzuteilen. Ohne Druck geht nix ;-)

Für das Bujo habe ich zur besseren Übersicht und Motivation Sticker* bestellt; außerdem kann ich mein Washitape nutzen. Wer nicht gerne mit Bulletjournal oder Filo arbeitet, kann übrigens auch mein Printable für tägliche Aufgaben benutzen.

So, das waren die wichtigsten Dinge. Ich glaube nicht, dass es sinnvoll wäre, mir noch mehr vorzunehmen. So viele Handyerinnerungen hält ja kein Mensch aus, und das stumpft dann auch ab. Ich hoffe sehr, dass ich diesmal dabei bleibe. Ich bin da ganz zuversichtlich.

Und beruflich habe ich auch noch Pläne, aber die sind noch nicht spruchreif.

Was habt ihr euch für dieses Jahr vorgenommen?

Liebe Grüße

Petra A. Bauer

*Affliate-Link - Mit einem Klick könnt ihr meine Arbeit unterstützen. Ich danke euch von Herzen Vielen herzlichen Dank!


06