Unser Enkelmädchen ist da!

Zehn Tage ist es jetzt her, und ich bin immer noch sprachlos. Unser Enkelmädchen, das sich lange Zeit sehr kreativ versteckt hat, hatte auch beschlossen, zwei Wochen vor dem geschätzten Termin auf die Welt zu kommen. Und sie hat uns sofort alle verzaubert.

Das Enkelmädchen, ein paar Minuten alt.

Wir waren erst um halb eins ins Bett gegangen, und ich hatte mich gerade in die Schlafposition gerollt, als mich von einer Etage tiefer die Nachricht erreichte: Fruchtblase geplatzt! Kein Witz!

Unsere Beleghebamme (dieselbe, die auch alle unsere vier Kinder entbunden hatte), war wegen einer Entbindung auch erst eine halbe Stunde im Bett, riet uns aber, wegen des Blasensprungs einfach schon mal ins Krankenhaus zu fahren.

Zwölf Stunden und acht Minuten später war die kleine Zauberprinzessin dann da. Es war für mich ein unvergessliches Erlebnis, eine Geburt mal aus der anderen Perspektive zu erleben. Unsere Jüngste hat das alles ganz, ganz großartig gemacht! Und Mama und Baby sind gesund und munter. Wobei Babys Lieblingsbeschäftigung derzeit noch Schlafen, Träumen und niedlich Gucken ist :-)

Auf dem Foto oben ist das Enkelmädchen gerade ein paar Minuten alt.

Kaum auf der Welt, schon kommen die Unkenrufe

Seither hat uns die Kleine alle verzaubert und ich habe ihr bereits den Titel Miss "Artigstes Baby der Welt" verliehen. Was viele Nicht-gönnen-Könner sofort mit Sprüchen wie "Wart's ab!" "Die Ruhe vor dem Sturm!" oder "Das bleibt nicht mehr lange so." kommentieren mussten.

Ich kann überhaupt nicht verstehen, warum so ein kleines Menschlein und die Freude darüber immer gleich Miesmacher auf den Plan rufen muss. Wir freuen uns irgendwie Zen-mäßig gerade an dem Zustand, wie er jetzt ist, denken nicht an die Zukunft und genießen jede Minute mit dem freundlichen kleinen Wesen. Dass sich das vielleicht irgendwann ändert - wayne interessiert's?

Paradiesische Zustände

Wir sind jedenfalls gerade alle unbändig glücklich, wechseln uns mit der Nachtschicht ab, damit die Eltern auch mal schlafen können, ohne immer schauen zu müssen, ob es der Kleinen auch gut geht. Sowas hätte ich mir damals manchmal auch gewünscht ... Aber das klappt auch nicht mit allen (Groß-)Eltern. Und wir leben nun zusammen in einem Mehrgenerationenhaus.

Unsere Tage fangen jetzt erst gegen Mittag an und Oma im Job findet erst langsam wieder zum Tagesgeschäft zurück, dafür aber gleich mit neuen Aufträgen.

Und das ist auch alles ok. So häufig darf man das Wunder neuen Lebens ja leider nicht bestaunen und die Working Granny hat noch ein bisschen Zeit. Berufstätig und Mutter bzw. Mutter-Backup zu sein (wenn unsere Kleine wieder in die Schule geht), heißt ja nicht, sofort nach einer Woche den Spagat zwischen Baby und Schule / Beruf zu machen. So soll auch dieses Magazin nicht verstanden werden. Es geht darum, Mütter zu unterstützen, die BEREIT sind für die Doppelbelastung.

'Oma' klingt schlimmer als es ist

Und vielleicht gewöhne ich mich auch irgendwann an das Attribut 'Oma'. Ich tröste mich immer damit, dass die andere Oma sogar erst 40 ist. Immerhin ist 50 das neue 30 und das ist wirklich so, ich schwöre!

Meine Omi lief noch mit Dutt und Kittelschürze umher und ich bin sehr froh, dass diese Zeiten vorbei sind.

In nächster Zeit könnte es passieren, dass dieses Magazin ein wenig babylastiger wird, aber das ist hoffentlich ok für euch :-)

Ich geh jetzt erstmal dem Babytörtchen* beim Träumen zuschauen.

*Ich bin ein Babyspitznamen-Junkie ...

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# Link | Petra A. Bauer | Dieser Artikel erschien am Freitag, 03. Juli 2015 um 15:24 Uhr in FAMILIE, Kinder | 2900 Aufrufe | 0 Kommentare | Kommentare per RSS-Feed abonnieren
Tags: Nachwuchs, Nachtwache, Nachtschicht, Mehrgenerationenhaus, Mehrgenerationenfamilie, Geburt, Entbindung, Enkelkind, Betreuung, Babymädchen, Babyglück, Baby


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