Nervig: Porto wird schon wieder erhöht

15 Jahre lang hatte die Deutsche Post das Briefporto nicht erhöht, und ausgerechnet in Zeiten, in denen der Anteil der Briefeschreiber immer kleiner wird, ereilt uns nun die zweite Peiserhöhung innerhalb eines Jahres.

Portoerhöhung zum 1.1.2014

Nachdem der Preis für einen Standardbrief (bis 20 Gramm) Anfang 2013 von 55 auf 58 Cent stieg, wird er ab 1.1.2014 noch einmal um 2 Cent erhöht. Künftig zahlen wir also 60 Cent, wenn wir jemanden mit Snail Mail beglücken möchten.

Privatkunden weniger wichtig?

Da dies nicht nur Privatbriefe betrifft, sondern auch Geschäftspost, die  - aus welchen Gründen auch immer - nicht per Mail verschickt werden soll, ist es absolut ein Thema für mama-im-job.de.

Natürlich ist es nach wie vor eine logistische Leistung der Deutschen Post, in Deutschland alle Haushalte flächendeckend mit Briefen, Päckchen und Paketen zu beliefern. Keines der Konkurrenzunternehmen tut das. Auch wenn die Mitarbeiter z.T. unter den veränderten Bedingungen leiden, da beispielsweise Briefzusteller nun auch die Päckchen und Pakete in dem ihnen zugeteilten Bereich austeilen müssen. Folglich kann die Arbeit nicht mehr zu Fuß oder per Rad erledigt werden, und der Feierabend ist vom frühen Nachmittag auf den frühen Abend gerückt.

Dennoch entsteht der Eindruck, dass Privatkunden und kleinere Businesskunden benachteiligt werden, weil die Deutsche Post ohnehin mehr Geld mit Katalogen und Paketen von versandhäusern macht. Und nicht nur die: aus verlässlicher Quelle efuhren wir, dass beispielsweise UPS den Löwenanteil des Umsatzes mit Amazon-Paketen macht. Da verwundert es nicht, wenn man in Kauf nimmt, dass Keinkunden auch noch den Rest ihrer Kommunikation per eMail abwickeln.

Wie ist das bei euch? Schreibt ihr noch Briefe? Private, per Hand geschriebene? Rechnungen an eure Kunden? Oder seid ihr auch in diesem Bereich nur noch elektronisch unterwegs? Was haltet ihr von der neuerlichen Preiserhöhung?

# Link | Petra A. Bauer | Dieser Artikel erschien am Montag, 18. November 2013 um 17:01 Uhr in KARRIERE, Finanzen & Recht | 1996 Aufrufe | 0 Kommentare | Kommentare per RSS-Feed abonnieren
Tags: Welche Briefmarke für einen Brief, Was kostet ein Brief, Standardbrief, Portoerhöhung 2014, Portoerhöhung, Deutsche Post, Briefporto


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