5 Tipps, was du an einem MONTAG für dein Business tun kannst

Ich kenne fast niemanden, der den Montag liebt. Aber mit meinen fünf Tipps könnt ihr ihn vielleicht weniger schlimm machen. Das Ziel ist es, einen sanften Start in die Woche zu ermöglichen, mit viel Raum für Brainstorming, für das man noch nicht ganz so wach sein muss ...

5 Tipps, was du an einem Montag für dein Business tun kannst.

Dass wir alle den Montag so innig hassen (und uns im Gegenzug fast die ganze Woche auf den Freitag freuen), liegt mit Sicherheit an der immer noch vorherrschenden Trennung von Arbeit und Freizeit. Selbst bei Freiberuflerinnen und Unternehmerinnen ist das kaum anders. Zumindest, wenn eine Familie dran hängt, mit Schule von Montag bei Freitag und wenn der Mann einen normalen Angestelltenjob ausübt.

Für mich bedeutet das Wochenende AUSSCHLAFEN. Weil meine Tochter dann nicht arbeitet und ich keinen Babytörtchen-Dienst habe. Deshalb fällt mir der Start in den Montag so schwer. Weil ich zu total idiotischer Zeit geweckt werde und wenn das Baby mich dann nochmal aus dem Schlaf reißt, ist erstmal lange kuschelnd gemeinsam wach werden angesagt (wir brauchen da beide ein bisschen und nach dem Wochenende ist es besonders schlimm, weil sich der Körper ans Ausschafen gewöhnt hat).

Wenn ich dann überhaupt zum Arbeiten komme, ömmele ich oft planlos vor mich hin. Deshalb hier der erste Tipp:

1. DETAILLIERTE AUFGABENLISTE SCHON AM WOCHENENDE VORBEREITEN

Für mich ist das Wochenende die Zeit, in der ich am besten ungestört arbeiten kann, es sei denn, wir machen Ausflüge. Also mache ich mir am Sonntag eine Liste, was ich am Montag machen will. Wenn euch das Wochenende heilig ist, schreibt eure Liste am Freitag vor Feierabend.

2. ÜBERARBEITE DEINE AUSSENWIRKUNG

Wenn ich im Schlumpfmodus bin, fummle ich gerne an Dingen herum, die ich irgendwie optimieren kann. So könnt ihr Beschreibungen auf eurer Website überprüfen und treffendere Formulierungen finden. Was gerne vernachlässigt wird, ist die "Über mich"-Seite, die ich mir hier auch mal vornehmen muss (siehe unten).

Ihr könnt euer Logo optimieren (bzw. den Auftrag dafür erteilen) oder überhaupt eines erstellen (lassen).

Ihr könntet einen Flyer für euer Angebot entwerfen, neue Visitenkarten, you name it.

Und ihr könnt euch übelegen, was ihr in einen Newsletter schreiben möchtet, der eure Kunden wirklich anspricht. Die eigentliche Umsetzung könnt ihr auf die restlichen Wochentage verlegen.

3. TU ETWAS, WOVOR DU ANGST HAST

Bei mir ist es die Akquise. Keine Ahnung, weshalb das so ist, aber ich habe mich schon immer lieber finden lassen, als selbst auf die Suche zu gehen. Dabei bin ich doch diejenige, die immer sagt: Das schlimmste, was passieren kann, ist, das jemand NEIN sagt.

Für morgen steht also auf meiner Liste: Drei Unternehmen für eine Kollaboration kontaktieren. Und wie ich Gary Vaynerchuk kenne, würde der den ganzen Tag allen möglichen Firmen hinterhertelefonieren. Aber so weit bin ich noch nicht ;-) Ihr schon? Dann los!

Wenn euch nicht klar ist, was eure Angst-Aufgabe ist, dreht den Spieß einfach um und fragt euch: Was würde ich tun, wenn vor nichts Angst hätte? Und dann tut das. Es wird euch garantiert voranbringen.

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4. ÜBERLEGE DIR NEUE FACETTEN FÜR DEIN UNTERNEHMEN

Wenn ihr euer Business schon eine Weile betreibt, könnte der richtige Zeitpunkt gekommen sein, um neue Facetten zu eurer Arbeit hinzuzunehmen. Und wenn der Einstieg in die Woche ohnehin schwer fällt, ist ein Brainstorming vielleicht der einfachste Teil um in den Tag zu starten.

Welche Waren oder Dienstleistungen bietet ihr an? Welche verwandten Waren oder Dienstleistungen könntet ihr dazunehmen? Als Texterin könntet ihr bespielsweise Theman anbieten, die ihr vorher nicht in eurem Portfolio hattet. Vielleicht weil ihr ein neues Hobby habt und so intensiv betreibt, dass ihr auf diesem Gebiet genügend Kompetenz erwoben habt und weitergeben könnt.

Betreibt ihr einen Woll-Laden, könntet ihr euer Angebot beispielsweise erweitern, indem ihr Strick-Sets anbietet, mit Anleitung, Garn und Stricknadeln. Dazu könnt ihr montags geeignete Anleitungen heraussuchen (und die Genehmigung zur Verwendung einholen!). Oder ihr bietet Kurse im Laden an, selbstgefärbte Wolle, Spinnräder ... Die Möglichkeiten sind endlos. ihr müsst sie nur sehen und umsetzen.

Oder bringt eure Erfahrungen auf die Bühne! ihr könntet Speakerin für euer Lieblingsthema werden. Sammelt Fakten und wenn dann nicht mehr Montag ist, arbeitet einen dreißigminütigen Vortrag aus, den ihr in euer erweitertes Portfolio aufnehmen und anbieten könnt.

5. ÜBERLEGE DIR, WIE DU DEIN UNTERNEHMEN VERGRÖSSERN KANNST

Brainstorming geht immer und ist somit besonders montagskompatibel, wie bei Punkt 3 bereits gesagt. Die richtige Zeit, um darüber nachzudenken, wie ihr euer Business auf die nächste Stufe heben könnt.

Ich vermute, dass die weitaus meisten meiner Leserinnen Einzelkämpferinnen sind. Ich bin das im Prinzip auch, auch wenn ich v.a. zum Start dieses Lifestylemagazins einige eifrige Helferlein hatte, wie ihr bei Hinter den Kulissen nachlesen könnt.

Note to self: Die mama-im-job.de-About-Seite überarbeiten. Warum nicht am Montag?

Nun ist das Blöde bei Einzelkämpfer-Unternehmerinnen, dass der Tag nur 24 Stunden hat. Zum Arbeiten bleibt nur ein Bruchteil, v.a. mit kleinen Kindern. Die einzige Möglichkeit, die arbeitsfähigen Stunden zu vervielfachen (und damit das Unternehmen signifikant voranzubringen), besteht darin, die Arbeit auf mehrere Schultern zu verteilen. So kommt ihr vielleicht irgendwann auf eine akzeptable Arbeitszeit für euch. Es muss ja nicht gleich die Vier-Stunden-Arbeitswoche* sein, die Tim Ferriss in seinem Bestseller propagiert (Original: The 4 Hour Work Week*). Aber wenn ihr irgendwann mal wieder durchatmen könnt, war das Geld für Hilfe von außen auf jeden Fall gut angelegt.

Die zwei gängigen Möglichkeiten der Arbeitsverteilung heißen

OUTSOURCING oder MITARBEITER EINSTELLEN

Vielleicht sagt ihr jetzt "Wie soll das gehen - ich verdiene ja kaum genug für mich selbst!"
Aber Unternehmerin sein, bedeutet: Auch mal etwas wagen. Ins Unternehmen investieren. Wer sich auf den Weg in die Selbstständigkeit gemacht hat, in der Annahme, dann würde es weniger stressig werden, als in einem Angestelltenjob, ist mächtig auf dem Holzweg.

Im Grunde steht in den ersten Jahren die Selbstausbeutung ganz groß im Raum. Viel mehr Arbeitsstunden als bei einer Festanstellung, dafür wenig Geld zum Leben, damit man die erwirtschafteten Gewinne wieder ins Unternehmen stecken kann. Work, work, work.

Und wenn ein bisschen Geld da ist, ergibt es durchaus Sinn, dieses zu reinvestieren. Dann ist eines Tages genug Geld vorhanden, damit ihr euch auch selbst einen anständigen Lohn zahlen könnt.

Also müsste das erste Montags-Brainstorming dazu lauten:

WELCHE ARBEITEN KANN ICH EIGENTLICH DELEGIEREN?

Wenn ihr mal in euch hineinhorcht, hört ihr da auch dieses Stimmchen, das immer sagt: "Es wird nur gut, wenn ich es selber mache!" Ich jedenfalls kann mir immer nur sehr schwierig vorstellen, welche Arbeiten ich eigentlich abgeben kann. Am einfachsten ist es natürlich, etwas auszulagern, von dem ihr selber gar keine oder nur wenig Ahnung habt. Oder Aufgaben, die ihr von Herzen hasst. Bisher habe ich beispielsweise meine Steuererklärung (und die meines Mannes, und die Kinder kommen bestimmt auch bald damit an) immer selbst gemacht. Da meist nicht viel Kompliziertes dabei ist, geht das noch. Aber es kostet trotzdem Zeit, die Einnahmen und Ausgaben für die EÜR aufzulisten und zu addieren. Dafür geht meist ein ganzer Tag drauf, an dem ich mir wahrlich Schöneres (und Lukrativeres!) vorstellen kann. Also könnte ich auf meine Liste

  • Steuerberaterin beauftragen

schreiben.

Wenn ihr zur Expansion beispielsweise einen Schwerpunkt auf Akquise legen möchtet, könnte jemand die Akquisemails verschicken oder entsprechende Anrufe tätigen. Das könnte zum Beispiel eine Praktikantin machen. Mit einer Praktikantin könntet ihr gleichzeitig üben, wie ihr später eine "echte" Mitarbeiterin beschäftigen könntet. Denn es ist erst einmal gewöhnungsbdürftig, wenn mit einem Mal (stundenweise) jemand anwesend ist, dem ihr Arbeiten übertragen müsst.

Findet ihr die Vorstellung seltsam, dass plötzlich jemand mit euch im Büro sitzt, oder habt ihr noch gar keinen Platz dafür (was sich mit fortschreitender Expansion hoffentlich ändern wird), könntet ihr auch eine Virtuelle Assistentin beschäftigen.

Die sog. Virtual Assistants sind vor allem im englischsprachigen Raum weit verbreitet. Ganz einfach schon deshalb, weil Amerikaner gerne indische VAs beschäftigen, weil diese natürlich viel preiswerter sind und trotzdem Englisch sprechen. Das wird auf Deutsch natürlich viel schwieriger, aber auch hierzulande gibt es inzwischen virtuelle Assistenten. Gebt den Begriff einfach mal bei Google ein. Aber das t3n-Magazin hat euch schon ein bisschen Arbeit abgenommen und einige Anbieter von virtuellen Assistenten getestet.

Wenn ihr euch bei den Montags-Brainstormings endgültig Klarheit darüber verschafft habt, welche Aufgaben ihr beruhigt abgeben könnt und wenn euer Business ein bisschen mehr Geld abwirft, könnt ihr über eine Mitarbeiterin auf 450-Euro-Basis nachdenken und später irgendwann über eine fest angestellte Mitarbeiterin, mit allen Abgaben, die ihr dafür dann leisten müsst. Bevor es aber richtig in der Kasse klingelt, sind die anderen vorgestellten Möglichkeiten mit weniger Risiko umzusetzen.

Und wenn ihr erst einmal nur darüber nachdenkt, was ihr abgeben KÖNNTET, wenn ihr es euch leisten wollt, dann seid ihr auch schon einen Schritt weiter und hattet einen guten Wochenstart.

KURZ ZUSAMMENGEFASST

  1. Aufgabenliste am Wochenende schreiben
  2. Außenwirkung überarbeiten
  3. Etwas tun, wovor ihr Angst habt
  4. Neue Facetten fürs Business brainstormen
  5. Möglichkeiten zur Expansion brainstormen

Und was tut ihr normalerweise am Montag?

Petra A. Bauer

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